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SUMMARY:A Gaze of Spring
DESCRIPTION:Auch introvertierte Menschen freuen sich\, wenn die Tage wieder länger werden (nehmen wir mal an). Warum also nicht den gerade mal 24 Stunden alten Frühling mit einer halb brachialen\, halb ätherischen Wall Of Sound aus Shoegaze und Dreampop begrüßen. Produziert von drei Bands\, die Geschwister im Geiste zu sein scheinen\, und die manchen Einfluss\, die Bühne jedoch zum ersten Mal miteinander teilen.\n\nAttic Ocean sind Shoegaze-Fans natürlich ein Begriff\, spätestens seit ihrem Tour-Support für Ride und ihre Zusammenarbeit mit Slowdives Simon Scott für ihre EP „Retriever“. Die Düsseldorfer gehören zur Speerspitze der Szene und haben von einem begeisterten Rezensenten den Titel „Deutschlands verträumteste Band“ verliehen bekommen. Das mag stimmen\, wenn man ihre sehr eigene\, melancholisch-euphorische Mischung aus modernem Dream Pop und nostalgischem 90er Sound zugrunde legt. Gemessen an ihrem Aktivitätslevel (unermüdliches touren\, Videoshoots in Tokio und Paris) ist das aber massiv untertrieben. Im übrigen räumen Attic Ocean live eindrucksvoll mit der Annahme auf\, dass Shoegaze eine introvertierte Angelegenheit sei. \nThe First Eloi aus Hamburg liefern den Beweis\, das Shoegaze Generationen zusammenbringen kann. Genauer gesagt die Generationen X (zwei Post-Punk-/Noise-Veteranen an Gitarre und Drums)\, Y (Gitarristin Kat und Ex-„Grundeis“-Basisst René Boerner) und Z (Sängerin Enid).  Und wenn man sich dann noch gegen den Trend generationenübergreifend einigen kann (z.B. auf My Bloody Valentine und DIIV als Grundlage)\, dann kann eine Energie entstehen\, die sich in ätherischem Gesang und vielschichtigem Lärm entlädt. In dem sich das Noise-Erbe der Alten mit dem Pop-Instinkt der jungen verbindet. Nicht ohne\, wie die Rezensenten des Blogs „B-Side Guys“ bemerken\, jedem Layer den nötigen Raum zu geben. \nTelephonist sind Dennis Mielke und Oskar Middelhauve aus Dortmund. Sie geben dem Abend einen speziellen Twist\, denn – für Shoegaze-Bands eher ungewöhnlich – sie singen auf Deutsch. Ihre Debut-EP„Gegen die Wand“ erschien passend zu ihrer eher dunklen Weltsicht im Dezember ’25. Auf dem sehr schönen und empfehlenswerten Album klingen die Einflüsse von Slowdive und den Cocteau Twins durch\, und obwohl die Stimmung eher düster und melancholisch ist\, lässt sich auch für den Frühlingsanfang mit Telephonist feiern. Das schwebende\, majestätische „Was du warst“ lässt sich zum Beisiel auch ganz hervorragend dem Anlass entsprechend umdeuten. „Warum bist du nicht mehr\, was du warst!“ singen wir dem Winter hinterher\, und die Antwort ist klar: weil seine Zeit erstmal um ist. Zum Glück.
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