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Pothead „25 Jahre“

5.11.2016

Pothead „25 Jahre“

25 Jahre Pothead

 

Seattle 1991: Brad (Gitarre, Gesang) und Jeff (Bass), schon seit Jahren befreundet, sind genervt von dem beginnenden Grunge-Hype in ihrer Heimat. Als Jungs vom Lande liegt ihnen die aufgeregte Mitläufer-Mentalität nicht. Eigentlich möchten sie ihr eigenes „Ding“ machen. Da kommt ihnen die Einladung von Freunden aus Deutschland, einen Camping-Urlaub in Europa zu machen, gerade gelegen. Ihr erstes Ziel: Bonn, die Heimat der einen Freundin.

Schon in Seattle war für die beiden klar, dass sie gemeinsam Musik machen wollen. In Deutschland sind Anfang der 90er Jahre die Bedingungen für Musiker ideal: Es gibt viele kleine Clubs, die Auftritte werden bezahlt und es gibt Bier umsonst. Irgendwann bleiben sie in Berlin hängen, wo sie ihr erstes Konzert im „Ex“ im Mehringhof spielen.

Brad und Jeff, die sich mittlerweile in ihrer neuen Wahlheimat gut eingelebt haben, schaffen es sogar ein bisschen Geld zu verdienen, von dem sie sich einen alten VW-Bulli im Blümchen-Design und eine Telefonkarte kaufen. Damit wird auch gleich das Booking für die erste Pothead-Tour stilecht von einer Telefonzelle aus erledigt. Die Tour läuft so gut, dass 1993 das erste Pothead-Album „USA“ veröffentlicht wird. Im Laufe der Jahre lernen Brad und Jeff Siggi, ihre Managerin kennen, die bis heute mit den Jungs gemeinsam die Fäden in der Hand hält. Von Anfang an ist klar: Alles wird selbst gemacht. Vom Songwriting, Produktion, Grafik, Merch und Booking – alles bleibt in den Händen der Band. 1998 gründet die Band JANITOR RECORDS. Die Entscheidung für einen Fremdvertrieb wird sich einige Zeit später dann auch prompt als Fehler erweisen. Viele Kämpfe mit verschiedenen Plattenfirmen werden in den darauffolgenden Jahren ausgetragen. Zwar werden jährlich neue Pothead-Alben produziert, aber es gehen Rechte an Songs verloren und eine Produktion bleibt sogar unveröffentlicht.

Die EP „Pot Of Gold“ wird bei Brad im Wohnzimmer aufgenommen, weil das Geld für ein Studio fehlt. Das im gleichen Jahr stattfindende Konzert im Huxleys ist ausverkauft. An diesem Abend werden über 500 Pot-Of-Gold-CDs verkauft.

1999 ist die Band besonders fleißig: Ein neues Album wird veröffentlicht, neben den vielen Konzerten noch die Einladung zu dem ersten Rockpalast-Auftritt angenommen und im Berliner Umland, in Hohenlobbese, das erste Potstock veranstaltet. Für die Fans wird das Potstock bis heute der Höhepunkt des Jahres sein: Zwei, drei Tage gemeinsames Campen und am Samstag ein Pothead-Konzert in einer sehr speziellen Atmosphäre genießen. Den Rest des Jahres können sich die Fans ab 1999 auf www.pothead.de die neuesten Infos holen, Pothead-Merch shoppen, sich spezielle Mixe und jedes Jahr ein Weihnachtslied herunterladen.
Das Geld, was in den nächsten Jahren verdient wird wandert gleich wieder in neues Equipment, die Renovierung der wechselnden Studios und Büroräume, das Merch und die Produktion der folgenden neun CDs im Eigenvertrieb. Selbstverständlich werden auch sämtliche grafischen Arbeiten zu Hause am PC erledigt und sich um den Druck der Alben Cover, Flyer, Tickets, Poster, Shirts und, und, und selbst gekümmert. Im Pothead-Headquarter, dem Janitor-Büro in der Rungestraße, kann man zu den üblichen Geschäftszeiten Konzertkarten, Tonträger, Poster, Shirts, etc. kaufen. Wenn man Glück hat, kann man bei der Gelegenheit Jeff bei der Button-Herstellung  und Brad beim Arbeiten an der Stickmaschine zugucken. DIY – für Pothead das Geheimnis des Erfolges.
 

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Pothead „25 Jahre“

Großer Saal
Datum
5. November 2016
Tag
Samstag
Einlass
20:00
Beginn
21:00
VVK
20 EURO zzgl. Gebühren
Tickets